Ansprechpartnerin: Frau Jaqueline Forner
August-Bebel-Str.10
(034 37) 98 58 217
stadtarchiv@grimma.de
Öffnungszeiten:
Montag: 13 – 16 Uhr
Dienstag: 9 – 12 und 13 – 18 Uhr
Donnerstag: 9 – 12 und 13 – 16 Uhr
sowie nach Vereinbarung.
Ausstellung: Neu-Grimmaer im Stadtarchiv
Wussten Sie, dass Großbardau eigentlich das Stadtrecht erhalten sollte oder das Luthers Beichtvater, Johann von Staupitz, in Motterwitz geboren wurde? Auch nicht, dass das Blaue Wunder in Dresden seine Farbe vom berühmten Nerchauer Weiß erhielt? Nein? Dann haben Sie sicher noch nicht von dem Gerücht gehört, dass Wilhelm Ostwald in Großbothen die europäische Discokugel erfunden hat. Seit 2011, bzw. seit 2006, gehören 44 neue Orte zur Stadt Grimma. Jedes der Dörfer erzählt eine andere Geschichte. Sie sind und waren die Heimat von Menschen, die den Orten Charakter verleihen und die Bauernhöfe, Wohnhäuser, Gasthöfe, Feuerwehren, Handwerksbetriebe oder Schulen mit Leben erfüllen. Das Stadtarchiv in Grimma zeigt in einer kleinen Ausstellung Beispiele, die von Lebenslagen und Geschehnissen in den Orte erzählen. Dazu gehören Luftaufnahmen aller neuen Ortsteile, Reliquien des Braunkohleabbaus in Ragewitz oder feines Porzellan aus den Glanzzeiten des Müllers Tanzpalastes in Großbothen. Zudem zeigt die Ausstellung eine Orgelpfeife aus der Nauberger Kirche oder Zuckertüten aus Nerchau und über weitere einhundert Leihgaben, die es zu bestaunen gilt.
Öffnungszeiten:
Montag: 13 – 16 Uhr
Dienstag: 9 – 12 und 13 – 18 Uhr
Donnerstag: 9 – 12 und 13 – 16 Uhr
sowie nach Vereinbarung.
Die Ausstellung ist bis zum 13.12.2011 zu sehen.
Ehrfurcht vor der Geschichte - Stadtarchiv wurde eingeweiht
Am 3. Februar 2006 wurde das Grimmaer Stadtarchiv in der August-Bebel-Straße 10 eingeweiht. Nicht nur für die Bau- und Ausstattungsmaßnahmen, sondern auch für die Restaurierung des Archivgutes wurden umfangreiche Fördermittel zur Verfügung gestellt. Insgesamt wurden 1,8 Mio. Euro aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung und 400.000 Euro aus WASA-Mitteln investiert. Allein für die Gefriertrocknung und Entkeimung des Archivgutes wurden 120.000 Euro bereitgestellt.
Das Archiv nutzt insgesamt 570 m² im Erd- als auch im 1. Obergeschoss. Hier laden die neugestalteten Räume zum Stöbern und Recherchieren der Stadtgeschichte ein. Auch Stadtarchivarin Jaqueline Forner hilft gern bei der Suche. Das Stadtarchiv ist zuständig für alle archivwürdigen Unterlagen des Stadtrates und der Stadtverwaltung. Es sammelt Informationen zur Stadtgeschichte- und gegenwart und unterhält eine Archivbibliothek. Es fördert außerdem die Erforschung bzw. Erkundung der Orts- und Heimatgeschichte.
Neben dem Archiv bezogen zwei Vereine im Dachgeschoss ihr neues Domizil. Hier fanden der Philatelistenverein 1887 e.V. sowie die Interessenvereinigung für Körperbehinderte des Muldentalkreises e.V. eine neue Wirkungsstätte.
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