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Stadtverwaltung Grimma
Markt 16/17
04668 Grimma
Telefonnummer (034 37) 98 58 0
Telefaxnummer (034 37) 98 58 226
eMail info@grimma.de
Internet www.grimma.de
Kulturbetrieb -
Stadtinformation:
Telefonnummer (034 37) 98 58 285  
Telefonnummer (034 37) 98 58 294  

HISTORISCHES - EINE STADT SCHREIBT GESCHICHTE
 
Der historische Grimmaer Marktplatz
 
 • Markt 10
Das ehemalige "Böhlausche Freihaus", ein großer schlichter Barockbau diente seit 1783 als städtisches Wohnhaus der Herren vom Schloss Döben. Es war von Steuern und militärischen Einquartierungen befreit. Unmittelbar links davon sieht man eine Porphyr-Gedenktafel, die an Göschens Druckerei erinnert. Als Korrektur und Freund des Klassiker-Verlegers arbeitete Seume vier Jahre im Haus Markt 11.
 
 • Markt 11 - Seume-Haus
Das ältestes Haus des Marktes. Von etwa 1550 in spätgotischen Formen und prächtigem Erker mit Wirbel- und Faltwerkdekoration. 1797 verlegte Georg Joachim Göschen seine Druckerei von Leipzig nach Grimma in dieses Haus. Eine hölzerne Wendeltreppe sowie spätgotische Decken blieben im Haus erhalten.

 • Markt 14
Der breite Renaissancebau aus dem 16. Jahrhundert diente als Ackerbürgerhof und hatte einen Gasthof mit Ausspanne. Der jüngere Eckerker aus Holz ruht auf figürlichen Konsolsteinen. In Grimma war das Haus bekannt als "Hasenbeins Gaststätte".

 • Markt 15 - Standesamt
 

Prächtiges Renaissancebau, das laut Inschrift über dem Portal 1572 errichtet wurde. Zwei Allianzwappen zieren das anspruchsvolle Portal. Neben vielen Details sind es vor allem der an der Rückseite befindliche Treppenturm mit einer Wendeltreppe aus Rochlitzer Porphyrit sowie die Fenster- und Türprofile und der tonnengewölbte Keller, die das Haus als architektonisch wertvollstes der Stadt auszeichnen.

 • Markt 16/17 - Stadthaus
Markt 17 : Hinter der Fassade wurden die Grundmauern eines gotischen Hauses (1553 abgerissen) entdeckt, auf denen das Ponickausche Freyhaus errichtet wurde. Im 1. Obergeschoss befinden sich Stuckdecken, Deckenmalerei der Renaissance, Wappen der Ponickauschen und Schleinitzschen Adelsgeschlechter sowie ein hoch interessanter frühbarocker Puttenfries (Bürgermeisterzimmer)

 • Markt 18/19
In diesem Renaissancebau befand sich um 1800 die Werkstatt von Gottlob Carl Israel Weber, der das Monopol für den Verkauf zinnerner Klistierspritzen innehatte. Die Fassade ist mit klassizistischen Palmetten geschmückt. Ab 1894 betrieb Hermann Winkler hier ein damals bekanntes Café. Ein goldener Löwe prangt über der Toreinfahrt von Markt 19. Er verlieh einst dem ältesten Grimmaer Gasthof seinen Namen.

 • Markt 23 - ehem. Fremdenverkehrsamt
Barockbau von 1734 mit einem Erker über dem Erdgeschoss. Details wie Wandmalerei und Stuckdecken im 1. und 2. Obergeschoss, Delfter Kacheln im 2. Obergeschoss und die Verwendung originaler Elemente (Türen, Ofen, Treppengeländer im Dachgeschoß) stellen ebenso wie die vorgenommenen Umbauten nach historischen Vorlagen den barocken Charakter auch im inneren des Hauses wieder her.

 • Markt 27 - Rathaus
Das Bürgertum, das mit seinen erkämpften Freiheiten die Bedeutung der Stadt begründete und Reichtum schuf, legte Wert auf Repräsentation. So wurde Ende des 13. Jahrhunderts das erste Rathaus erbaut, welches jedoch bald bei einem Stadtbrand zerstört wurde. 1442 wurde ein neuer Bau eingeweiht, dessen Grundzüge bis heute erhalten sind. Trotz mehrfacher Zerstörung und sich anschließenden Umbauten diente das dekorative Gebäude fast 600 Jahre als Sitz der Stadtverwaltung, die sich seit 1893 im gegenüberliegenden Stadthaus befindet.
Nach kompletter Sanierung erstrahlen das Rathaus und die integrierte Galerie heute in neuem Glanz. Führungen können über die Stadtinformation angemeldet werden.
 
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